Informationen über die Rotwein-Herstellung
Rotwein wird, wie der Name schon sagt, aus roten Trauben hergestellt. Er unterscheidet sich nicht nur in der Traubenfarbe, sondern auch der Herstellungsprozess ist ein anderer als von Weißwein oder Rosèwein. In südlichen Ländern gehört das Rotweintrinken zum Essen dazu, wie in Bayern das Bier. Die guten gesundheitsfördernden Stoffe wie die Polyphenole, die gerade im Rotwein enthalten sind, bestätigen, dass Alkohol nicht gleich Alkohol ist. Die Wissenschaft geht davon, dass Rotwein, in erträglichen Maßen getrunken, Herz-/Kreislauf- und Krebserkrankungen vorbeugen kann. Die Polyphenole sind es, die entzündungs- und krebshemmend wirken können. Die Flavonoide und Anthocyane schützen die Zellen des Körpers vor Radikalen und lassen die Haut langsamer altern.Der Rote hat im Vergleich zum Weißwein mehr Gerbstoffe und hat weniger Säure. Wein aus roten Trauben ist deshalb für den Magen verträglicher. Bei der Herstellung unterscheidet er sich von der Methode der Herstellung des Weißweins, denn Kerne und die Beerenhäute sind im roten Wein viel konzentrierter enthalten. Bei Weiß- und Rosèwein verbleiben diese Kerne und Häute nicht so lange im Wein, sie werden sofort nach der Ernte gepresst und der Saft trennt sich somit schneller, was bedeutet, es hat sich noch kein Alkohol gebildet. Beim roten Wein vermischt sich die Maische mit Häuten, Kernen und Saft und gären zusammen. Der Alkohol der darauf entsteht, entzieht dabei die wertvollen Stoffe aus diesen festen Teilen, die die Maische noch enthält. Die Haut der roten Weintraube besitzt den größten Teil an Aromen und Vitaminen. Wenn diese Maischegärung mehrere Tage oder sogar Wochen andauert, lösen sich diese Stoffe und vermischen sich mit dem Rotwein.
Man kann sagen, dass die besten und die "größten" Weine meist Rotweine sind. In Holzfässern gereift, entsteht ein sanfter Luftaustausch, außerdem wird der Gerbstoff aus dem Holzfass in den Wein mit aufgenommen. Wenn man weiß, so wie vor beschrieben, wie Rotweine entstehen, versteht man auch, dass sie reichhaltiger und ein höherer Alkoholgehalt haben. Man sagt, spätgelesener Wein ist extraktreicher, also vollmundiger und hat viel Körper. Ein großer Roter kann durch die Reifung im Holzfass, bei längerer Lagerung eine positive Reife entwickeln. Die Rede ist von bis zu 30 Jahren und mehr und der Wein wird immer besser.
Weiterführende Infomrationen zur Rotwein-Herstellung:
Vom Rebstock ins Glas
Alterung
Autovinifikatation
Barrique
Barrique-Ausbau
Entrappen
Gärung
Ganztraubenmaischung
Maceration Semi-Carbonique
Maische-Erhitzung
Maischegärung
Pigeage
Rotofermenter
Tannin
Tresterhut
Überpumpen
Weinlese